Programm

Mo 18.10.2021 im Rahmen des Enjoy Jazz Festival BLACK PROJECT FEAT. 4×4 FRAUENCHOR DER PH HEILDELBERG, DANIELA IMHOFF UND RAINER STEVE KAUFMANN

Nach eigener Aussage hat das Mannheimer Sextett Black Poject nichts weniger im Sinn, als eine „Neudefinition des Jazzrock“. Wer nun denkt: braucht man nicht, gab’s schon mal, sollte die Ohren aufmachen. Black Project gelingt es tatsächlich, mit mächtig raumöffnenden Gitarrenflächen, flirrend verspielten Keyboards, einer sphärisch enthobenen, dann wieder schneidend klaren Trompete und wuchtiger Rythmusgruppe in eine andere Welt zwischen Rock und Jazz vorzudringen – in manchen Momenten erinnert das an den post-rockistischen Avantgardismus von Bands wie Tortoise oder Mogwai, schwer und melancholisch, dann wieder an den elektronischen Miles Davis, oder sogar an Hardrock-Riffs aus den 70ern, in die komplexe Melodielinien eingewoben sind. Zwischen „Trance und Tanz“ bewege man sich: Die Improvisationen jedenfalls grooven meistens ziemlich heftig, oder sie rollen tief und brummend auf einen zu – eine sinnliche Erfahrung, dabei fast weggepustet zu werden. Für das im November erscheinende Album „Epic Wonderland“ hat sich das Black Project mit dem 4 x 4 Frauenchor der PH Heidelberg zusammengetan. Die Stimmen der Sängerinnen, so die Ankündigung, schmiegen sich warm an die epischen Klangskulpturen der Band an, und diese Sound-Installationen wiederum werden ins Visuelle übersetzt von Daniela Imhoff und Rainer Steve Kaufmann. Wenn man da nicht von einem audiovisuellen Gesamtkunstwerk sprechen kann!

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Fr 22.10.2021 20:00 Uhr Portfolio Americano Hermann – Gutzmann- Schule Gartenstadt
Tickets an der Abendkasse (15€/erm. 10€ ) oder online hier 

Portfolio Americano
Blues Lesung und Konzert

Ein Abend, welcher die amerikanische Geschichte mit ihren gesellschaftlichen Entwicklungen sowie Zerwürfnissen, auch hier in Mannheim, literarisch und musikalisch offenlegt.

„Hard times here, everywhere you go.
Hard times will drive you from door to door…..“
Das sang schon Skip James zu Zeiten der großen Depression in Amerika. Dies wird nicht die einzige Krise sein welche an diesem Abend beleuchtet werden wird. Auch Themen wie Sklaverei, Glaube, Krieg und die Bürgerrechtsbewegung finden Ihren Raum. Der Blues wird als musikalisches Phänomen das Medium zur Erkundung dieser historischen Kapitel Ausdruck des Leidens der schwarzen Bevölkerung? Oder doch ein Produkt der weißen Musikindustrie? Musikalisch umgesetzt von Jörg Teichert (guit), Simon Seeleuther (guit) sowie Florian Huth (electronics) werden Bluesklassiker traditionell oder auch bizarr verschroben- je nach Kontext- zu hören sein. Von archaischen Klängen getragen, beleuchten ausgewählte Literaturpassagen, Anekdoten und niedergeschriebene Zeitzeugenberichte das Portfolio Americano, vorgetragen vom Schauspieler Oliver Jaksch.

weitere Termine folgen

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